Podcast Folge #13

Provokation und Trotz: der ehrliche Karrierecheck mit Marion King von Enfants Terribles.

Mit Marion habe ich intensiv über den Wandel von Organisationen und natürlich ihre persönlichen Prozesse gesprochen, die sie dazu gebracht hat, die Schule, Initiative und die Community “Les Enfants Terribles” zu gründen. Sie versteht es als ihre Aufgabe im Zeitalter der Digitalisierung Menschen zu helfen gut zu arbeiten und Unternehmen zu helfen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu behalten.

Doch wie sich es für ein Enfant Terrible gehört, diskutieren wir zum Beispiel auch darüber, dass es nicht mehr dran ist, Gewinn- und Profitmaximierung als höchste Gut zu predigen. Denn erfolgreich sind heute nicht mehr diejenigen, die die höchsten Aktienkurse und Gewinne haben, sondern die es verstehen, für die Menschen, die bei einem arbeiten und für die man arbeitet Mehrwert und Sinn zu schaffen.

Wie kam es eigentlich zum ersten Zweifel an den Konventionen?

“Damals als Sales Assistant gab es so etwas wie eine Strategiesitzung der Chefs (alles Männer), zu den wir Frauen abends lediglich zum Essen eingeladen wurden. Da habe ich an dem System gezweifelt.
Ich habe auch mal eine Mitarbeiterbefragung gemacht, das Ergebnis war eine Katastrophe, die Reaktion des Vice President HR war sehr enttäuschend: „Ist halt so.“ Ich fragte zurück: “Was machen sie damit?” Ja, nix!”

Generell habe ich sehr lange gebraucht bis ich mich getraut habe auch meine Meinung zu sagen und frei heraus einfach mal klar zu machen: „Nein Leute, das ist nicht gut, das geht so nicht!“

Wie hat sich dann deine Vision entwickelt?

“Die Menschen hatten so eine Sehnsucht nach neuen Modellen der Arbeit, sich zu vernetzen und sich offen auszutauschen, ein Feld zu haben wo sie Verbündete finden!“ - ich hatte das Gefühl, dass könnte nochmal größer werden. Und irgendwann hieß das dann New Work.”

2005 macht sich Marion King selbständig. Ihr Thema bleibt Digitalisierung und Arbeit und wie diese gemeinsam funktionieren können.

“Später in der HR bei Leo Burnett konnte ich das schon besser verstehen, mir war immer wichtig sicher zustellen, dass es den Menschen gut geht und das wir in gutem Kontakt sind. Das hat uns auch sehr im Recruiting geholfen. Wahrend alle um uns herum immer jammerten „Wir finden keinen“ - wusste ich einfach nicht, was die meinten. Wir hatten ein super Netzwerk aufgebaut und helfen Menschen auch außerhalb unserer Welt.”

Die Marinade bringt den Change

“Ganz oft sind es Dinge, die in mir erstmal reifen, ich muss ein Gespür für das Neue bekommen. “Marinieren lassen“ sage ich dazu immer. Es muss arbeiten, dann macht es Peng und dann ist es da.”

In einer sehr seltsamen Situation befand sie sich irgendwann am Münchener Flughafen. Sie hatte sie ein Strategiemeeting für eine große Beratung, von der sie Teil war. Es ging um den Ausstieg und die Verhandlung von Anteilen. Ihr Geschäftspartner meinte dann zu ihr ganz klar: „King, in diesen Verhandlungen hältst du mal die Klappe, denn du musst immer das enfant terrible sein!“. Für Marion war das der zündende Gedanke. Heute nach vielen Jahren ist ihr klar: wenn wir alle mehr enfant terrible gewesen wären, dann hätten wir vielleicht mehr bewegen können.

“Wir haben die Dinge viel zu wenig auf den Tisch gebracht. Es ist nicht schlecht ein (gutes) enfant terrible zu sein. Ich habe dann über Nacht die Marke angemeldet, die Webseite geschrieben und dann waren die Les Enfants Terribles geboren. Das war der Startschuss.

Wie hältst du den Gegenwind aus?

“Ich traue mich manchmal nicht. Man kommt dann in Meetingräume, die sind alle in der Regel wahnsinnig erfolgreiche Unternehmen. Und dann kommen die Chefs und die verdienen viel Geld und sie haben auch irgendwie richtige Entscheidungen getroffen und dann komme ich rein. Und sage „Nee Leute, das geht so nicht.”

Was ist gute Arbeit?

Unternehmen die gute Arbeit kultivieren sind zukunftssicher und innovativ aufgestellt, die Menschen können dort gut sein und sie dürfen sich entfalten und sie reflektieren ihre Produkt darauf ob sie gebraucht werden und wie nachhaltig sie sind: People, Planet, Profit.

Was kann ich als einzelne Person tun?

Es gelingt und scheitert an jedem Einzelnen. Wie kann ich meinem persönlichen Wirkkreis aktiv werden? „Ich kann ja nix machen, weil mein Chef nix tut!“ stimmt einfach nicht. Nach zwei Tagen Workshop kommt für Marion auch mal das Feedback: “Ich hoffe mal das das wirkt!“

“Und da flippe ich immer aus: „Das hat nichts mit Hoffnung zu tun, jeder einzelne der hier sitzt, hat dazu beigetragen und ist dafür zuständig, dass das auch umgesetzt wird!“ Es geht um den eigenen Wirkkreis.”

Die großen Irrtümer: Gewinn oder Purpose?

Für Marion King ist beides nicht ohne Weiteres möglich. Es ist nicht mehr dran, Gewinn- und Profitmaximierung als höchste Gut zu predigen. Erfolgreich ist nicht nur immer der, der die höchsten Aktienkurse vorweist, sondern wer es versteht für die Menschen, die bei einem arbeiten und für die man arbeitet, Mehrwert und Sinn zu schaffen.

Das Problem der Führungskräfte

Zwei Probleme mit dem Führungsthema: Es rutschen viele Menschen fast automatisch oder aus Versehen in Führungspositionen, die in erster Linie gute Facharbeit geleistet haben. Sie haben nicht die klare Entscheidung getroffen Leute führen zu wollen. Viele Führungskräfte machen sich einfach nicht auf, Führung wirklich zu lernen. Will ich das? Ich habe gegründet, weil mich das Thema interessiert, aber bedeutet das auch gleichzeitig die Kompetenz zur Führung zu haben? Führungskraft sein ist ein lebenslanger Job, das wollen viele nicht akzeptieren und nehmen das nicht als Aufgabe wahr. Sich stetig weiter zu entwickeln und an sich zu arbeiten, sich Unterstützung zu holen, alte Dinge aufzuarbeiten, das kann überfordernd sein. Braucht es Führung? Wir leben in einer Zwischenzeit, wir können nicht einfach einen Schalter umlegen. Es braucht Zeit, wir sind alle anders aufgewachsen.

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