WEEK 3

Deine Motivationsmuster

Bis zu deinem 16. Lebensjahr hast du vieles gemacht, etwas abgeschlossen, geschaffen und erbaut. Etwas, wobei du im Rückblick Stolz empfindest und die Genugtuung, etwas vollendet zu haben. Das sind Dinge, die dir zu eigen geworden sind und die du mit Freude geleistet hast. Diese Momente wollen wir Erfahrungen freudiger Vollendung nennen.

Wichtig ist dabei, dass es deine Erfahrungen freudiger Vollendung sind, nicht die deiner Eltern, deines Ballettlehrers oder deiner Fußballtrainerin. Eine Erfahrung freudiger Vollendung ist etwas, das als Selbstausdruck entstanden ist. Wenn du gleich auf die Suche gehst, prüfe, ob deine Erinnerungen wirklich deine eigenen und nicht Erwartungen anderer sind.

Wie träumst du dein Erwachsen-Sein?

Versuche Deine Erinnerungen zu illustrieren mit kleinen Zeichnungen und Scribbles. Warum das gut ist? Gerade wenn das für Dich nicht so gewohnt ist, klingeln dabei ganz andere Synapsen in Deinem Kopf. Trau' Dich ruhig einmal ran, es lohnt sich. So bekommen Deine Erfahrungen freudiger Vollendung eine ganz andere Lebendigkeit.

Bei der nächsten Übung wollen wir betrachten, wo du Erfahrungen freudiger Vollendung gemacht hast und diese dann festhalten. Dabei schauen wir zurück in dein bisheriges Leben als Kleinkind, Schulkind und Jugendliche*r. Erfahrungen aus früherer Zeit sind deshalb so interessant, weil du aus eigenem Antrieb auf der Suche nach deinen Interessen und Talenten gehandelt hast ohne das sich jemand dafür interessierte, was du beruflich später einmal tun sollst. Und das ist der stärkste Motivator für deine Zukunft, der Ursprung für deine Karriereheldenkräfte. Letztlich öffnet das die Tür hin zu einer positiven Veränderung. Also, erinnere dich.

1.

Nimm dir ein großes Blatt Papier (am besten A3) oder drucke das PDF so groß wie möglich bei dir zuhause aus.

2.

Notiere links am Anfang des Zeitstrahls dein Geburtsjahr und dann die Jahreszahlen der Jahre, in denen du 6, 12 und 16 Jahre alt warst.

3.

Erinnere dich an Erfahrungen freudiger Vollendung aus deiner Kindheit und schreibe diese auf. Nutze unsere unten stehenden Fragen um tiefer einzusteigen.

4.

Kleine Zeichnungen und aussagekräftige Überschriften illustrieren deine Karriereheldengeschichte entlang deines Zeitstrahls.

5.

Starte am besten in den ganz jungen Jahren und vervollständige die Zeitleiste dann chronologisch.

6.

Um dich zu erinnern, kannst du in deine alten Fotoalben schauen.

Kindheit (Kleinkind 3-6 Jahre)

  • Wo hast du gelebt in dieser Zeit? Hattest du, deine Eltern einen Garten?
  • Wie sah dein Kinderzimmer aus? Warst du in einem Kindergarten?
  • Hattest du eine Tagesmutter? Wo hast du am liebsten gespielt?
  • Was hast du am liebsten gemacht als Kind? Wer waren die großen Held*innen deiner Kindheit?

Kindheit (Schulkind 7-12 Jahre)

  • Wo bist du zur Schule gegangen? Gab es Arbeitsgruppen, Vereine oder religiöse Einrichtungen, wo du dich engagiert hast?
  • Was waren deine Lieblingsbeschäftigungen? Was hast du so mit deinen besten Freund*innen angestellt?
  • Wer waren deine großen Held*innen?

Jugend (13-17 Jahre)

  • Welche Tätigkeiten haben dir Freude in dieser Phase deines Lebens bereitet?
  • Hattest du andere Freundeskreise? Was hast du auf die Beine gestellt und erlebt?
  • War es die bestandene Schulprüfung oder ganz andere Erlebnisse?
  • Und wer waren die großen Held*innen deiner Jugend?

Auch wenn es etwas widersprüchlich klingt, ein entscheidender Teil eines erfüllenden Arbeitslebens ist die grundsätzliche Weigerung sich beim Aufwachsen von seinen Interessen zu entfernen. Welche Interessen meine ich hier? Das werden wir gemeinsam herausfinden!

Bis zu deinem 16. Lebensjahr hast du vieles gemacht, etwas abgeschlossen, geschaffen und erbaut. Etwas, wobei du im Rückblick Stolz empfindest und die Genugtuung, etwas vollendet zu haben. Eine Erfahrung freudiger Vollendung ist etwas, das als Selbstausdruck entstanden ist